Samstag, 25. Oktober 2003
Christian Unbekannt, du hast mein Leben zerstört
Milliomania und Starshow. So ersatzbar die Namen, so ersetzbar sind auch die Sendungen an sich. Menschen hoppeln, zittern, wackeln und grinsen kokaingeschwängert in die Kameras, singen schon längst pensionsreife Ohrwürmer dermaßen unoriginell in ihr Mikro, dass uns schlecht wird.

Und doch habe ich heute die maßlos anspruchslose Unterhaltung im öffentlich-rechtlichen Hauptabendprogramm genossen, im Beisein von Menschen meines Vertrauens. Einerseits muss ich hochhalten wie begeistert und makellos alle herumhüpfen in der Flimmerkiste. Andererseits lässt sich die Toleranz hier auch nicht lange bitten.. sich einen Platz für den Abend zu suchen und den Mund zu halten um dem Maßlosen Herziehen über die öffentlich gemachte Peinlichkeit kein Hinderniss zu sein.

------------- Schlußstrich -------------

Derartig schlechte Wahrheit über andere Menschen zu verbreiten soll niemals wieder Inhalt und Aussage dieses qualitätsblog's werden. Nie wieder sollen Andere, die sich offensichtlich ausschließlich selbst verwirklichen möchten und von ganzem Herzen an sich und ihre "Kunst" glauben in den Dreck gezogen werden. Nie möchte dieses blog jemals wieder über Dinge berichten, die dessen Autor nicht selbst schon gemacht oder gar - noch besser - besser gemacht hat.

Und seid gewarnt: Wahre Qualität zeichnet sich nicht durch wahre Worte, sondern wahre Inhalte aus. So lest sorgsam und unvoreingenommen und ihr werdet verstehen.

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Montag, 20. Oktober 2003
Der Grazer Overground
Inständig hab ich gehofft ich käme in ein Land, in eine Stadt voller Lebendigkeit, Dynamik und Ausstrahlung. Und ich habe nicht umsonst gehofft.

Graz hat mich, hat uns, mich und meine Begleiter, mit offenen Armen empfangen, uns sogar nach einer halben Stunde einen Parkplatz spendiert. Unfassbar großzügig eben.

Kulinarisch quält Graz nicht mit trendigem Unsinn aus Fernost sondern verwöhnt Nase und Auge mit bodenständigem und handfestem und weiß auch den Gaumen zu bezaubern.

Wenn's dann dunkel wird offenbart sich erst, was bei Tageslicht nicht erkennbar gewesen ist: Graz ist anders. Genauergesagt wie Wien. Oder ist Wien Graz, weil es ja anders ist?

Nightlife deluxe mit schäbigen Buden, glänzenden Designercontainern und gut klingender Kellermusik.

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Freitag, 17. Oktober 2003
Reiselust - sexuelle Unlust - Frust
Wie unerschütterlich ich auch sein mag in meinen Grundfesten und meiner Überzeugung, dem Guten zu dienen - manchmal muss ich Ausnahmen machen. Da fröne ich den schwerenöterischen Genüssen gleichsam einer einsamen Sau, die den Lebenssinn in der Trüffelsuche gefunden hat.

Die einsame Sau mag mich begeistern, in fast allen Lebenslagen noch dazu. Sie weiß was sie will - Sie weiß wie sie es bekommt und sie scheisst (pardon) sich nichts um allfällige Eber oder Jungferkel, die ihre inbrünstige Liebe zum Dreck und zur Sorglosigkeit, zur hedonistischen Lebenskultur eben, nicht verstehen wollen und sie deshalb der Schweinerei und des ungeziemten Verhaltens bezichtigen.

Doch die Sau, die von Dreckloch zu Dreckloch eilt, um möglichst vor allen Anderen die besten, schönsten und saftigsten Trüffel zu ergattern hat keinen Sex. Nicht aufgrund ihrer fälschlicherweise falsch eingeschätzten Körpermaße. Die immerwährende Bewegung in der sie sich befindet sorgt beständig dafür, das angefressene überflüssige Fett schnell und rückstandfrei zu verbrennen. Gleichzeitig stärkt sie ihre Muskeln und sieht eigentlich - für schweinische Verhältnisse - ziemlich gut aus. Doch sie hat eben nur den Blick für das wesentliche. Jene Eber, die ihren zart-kräftigen Hintern bei der Futtersuche erblicken und sogleich versuchen mittels eines zärtlichen Rammstoßes mit ihren Vorderhauern die Sau zu beeindrucken, werden mit einem herzhaften Aushauer der beiden Hinterhufe davon überzeugt, Abstand zu nehmen.

So läuft sie, die arme Sau und weiß gar nicht mehr wieso.

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